Afrikanische Schweinepest rechtfertigt keine tierschutzwidrigen Maßnahmen gegen Wildschweine

Dass die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) auch nach Deutschland kommt, daran zweifelt derzeit kaum jemand mehr. Auch daran nicht, dass der Massentierhaltungsindustrie dadurch ein jährlicher Schaden von etwa drei bis vier Milliarden Euro entstehen kann.

Wildtierschutz Deutschland bezweifelt seit langem den Nutzen einer intensiven Jagd auf Wildschweine und verurteilt aktuelle Maßnahmen wie die Aufhebung von Schonzeiten, die Jagd während der Winterruhe der Tiere, nächtliche Störungen der Wildtiere durch die Jagd mit Scheinwerfern und Nachtsichtgeräten. Diese Maßnahmen seien hinsichtlich der Eintragung der ASP weder zielführend noch gebe es durch die potentielle Gefahr des Auftretens der ASP einen vernünftigen Grund, Tierschutznormen außer Kraft zu setzen. Mehr lesen

Längst fällig: Die Pille für das Wildschwein

Die „Schwarzwildstrecke“- zu Deutsch: die Zahl der von Jägern erschossenen Wildschweine – hat sich im Zehn-Jahresdurchschnitt in Deutschland seit dem Jagdjahr 1991/92 bis heute mehr als verdoppelt. Sie ist seitdem von durchschnittlich 211.888 in 1991/92 auf über eine halbe Million in 2015/16 kontinuierlich gestiegen.

Obwohl seit etlichen Jahren die Intensität der Wildschweinbejagung zunimmt, nehmen die Bestände keineswegs ab, sie werden vielmehr kontinuierlich größer. Das hat viele Gründe: gutes Nahrungsangebot, milde Winter, verstärkter Maisanbau, Zerstörung der Familienverbände durch die Jagd, Ausgleich von Bestandsverlusten durch mehr Geburten. Mehr lesen

Die Paarungszeit der Füchse ist die Hoch-Zeit der Jäger

In den kommenden Wochen hat der Fuchs besonders unter Nachstellung zu leiden: Jäger nutzen die Paarungszeit der Füchse, um die ansonsten sehr vorsichtigen Beutegreifer vor die Flinte zu bekommen. Vielerorts finden dazu so genannte „Fuchswochen“, noch euphemistischer als „Artenschutzwochen“ bezeichnet, statt.

Ziel ist es innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Wochen unter Beteiligung zahlreicher Jäger möglichst viele Füchse in einer Region zu erschießen. Um diese ökologisch sinnlose und durchaus tierschutzrelevante Verfolgung des Rotfuchses zu rechtfertigen behauptet man kurzerhand, die Fuchsjagd sei „notwendig“, weil die Fuchsbestände ansonsten überhandnähmen. Mehr lesen

Strompreise 2018 – etliche Versorger wollen mehr Geld

Für viele Endkunden ist der 1. Januar 2018 Stichtag für die Strompreiserhöhung. Die Kosten steigen durchschnittlich auf mehr als 30 Cent pro Kilowattstunde. Als Preistreiber erweisen sich die von den Stromnetzbetreibern erhobenen Netznutzungsgebühren. Diese Nutzungsentgelte schwanken je nach Einzugsregion und Investitionen in die Netzstruktur.

Auch 2017 hatten Kunden in der gesamten Republik mit Verteuerungen zu kämpfen. Im Schnitt betrug die Strompreiserhöhung 3,5%. Während die Netzentgelte 2017 im Bundesdurchschnitt um 6,7% pro Kilowattstunde angestiegen sind, liegen sie derzeit bei 7,1%. Höchstwerte für die Netzkosten erreichen Nordrhein-Westfalen [+15%] und Baden-Württemberg [+13%]. Mehr lesen

Keine Schonzeit für Wildschweine: Landwirtschaftminister verschwenden Steuermillionen und öffnen das Tor zu noch mehr Tierquälerei

Bei der Jagd auf Wildschweine (im Jagdjargon: Schwarzwild) gibt es in Deutschland kaum noch Tabus: Da werden revierübergreifende Gesellschaftsjagden mit Armeen von bis zu 300 Jägern und Treibern mit ihren Jagdhunden veranstaltet, das Jagen der für das Sozialgefüge so wichtigen Leitbachen – ob tragend oder nicht – propagiert, Frischlingsfallen aufgestellt, Tiere in der Winterruhe gestört, die nächtliche Jagd mit Zusatzscheinwerfern erlaubt, Nachtsichtgeräte und Schalldämpfer erlaubt und Schonzeiten aufgehoben. Bei Drückjagden (Anm. Gesellschaftsjagd mit eben diesen bis zu 300 Jägern) werden gemäß der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) zwei Drittel der Tiere nicht sofort tödlich verletzt, sondern sterben erst nach Stunden oder Tagen. Mit der so genannten Weidgerechtigkeit hat das alles nichts zu tun, weshalb die Art der Jagd unseres Erachtens auch gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Mehr lesen

Trotz Totalabschuss von Füchsen und Rabenvögel keine Zunahme bei Hasen oder Fasanen

Zwischen 1990 und 1996 wurde im etwa 700 Hektar großen Jagdrevier Wahlen im nördlichen Saarland unter der wissenschaftlichen Leitung des Vizelandesjägermeisters Prof. Dr. Paul Müller, damals Universität des Saarlandes, der Totalabschuss von Beutegreifern versucht, um die Bestandsauswirkungen auf das Niederwild und einige Singvogelarten zu testen.

In diesen sechs Jahren des Feldversuchs wurden insgesamt 2.242 Rabenkrähen, Elstern und Eichelhäher abgeschossen, 579 Füchse, 643 weitere Beutegreifer. Auf der anderen Seite konnte eine Niederwildstrecke von insgesamt 93 Fasanen und 46 Feldhasen gemacht werden. In der Relation sind hier als 24 Rabenvögel für einen Fasan gestorben und 20 „Kleinraubtiere“ für je einen Hasen. Mehr lesen

Bundesweites Aktionsbündnis fordert ein Ende der Fuchsjagd

Der Rotfuchs gehört in Deutschland zu den wenigen Wildtierarten, die meist ganzjährig bejagt werden – ohne, dass es für diese intensive Verfolgung einen stichhaltigen Grund gäbe.

Organisationen aus ganz Deutschland haben sich daher einer gemeinsamen Erklärung angeschlossen, in der sie die Abschaffung der Fuchsjagd fordern. Etwa eine halbe Million Füchse werden in Deutschland jedes Jahr getötet. Bei der Jagd kommen auch besonders grausame Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz. Mehr lesen

Erneuerbare Energien im Vergleich – die Spitzenreiter in der Energiewende

Die 16 Bundesländer nehmen bei der Umsetzung der Energiewende eine Schlüsselposition ein. Spitzenreiter beim Ausbau erneuerbarer Energie sind laut einer im November 2017 veröffentlichten, von der AEE in Zusammenarbeit dem ZSW Baden-Württemberg und dem DIW Berlin beauftragten Vergleichsstudie die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Die einzelnen Bundesländer haben jedoch verschiedene Schwerpunkte in Bezug auf Zielvorgaben in der Energiepolitik, Förderangebote und Vermeidung des CO2-Ausstoßes. Mehr lesen

Die Afrikanische Schweinepest kommt zuerst nach Mecklenburg-Vorpommern

Im Osten Polens, an der Grenze zu Weißrussland beobachtet man seit einigen Jahren das Vorkommen des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen. Auch im Osten der Tschechischen Republik, 350 km südlich der polnischen Sichtungen, wurde das Virus entdeckt. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, es kann aber Schweinezuchtbetriebe gefährden.

Till Backhaus (SPD), als Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern seinen Schweinhaltern verbunden, hält es mal wieder für opportun, möglichst viele Wildtiere von den Jägern des Landes töten zu lassen, um der Ausbreitung der ASP vorzubeugen. Schon 2014 forderte er deshalb auch die Jagd auf Fuchs, Dachs, Waschbär und Rabenvögel zu intensivieren und zog sich den Spott des Ökologischen Jagdverbands zu: „Die Afrikanische Schweinepest durch Krähenjagd zu regeln ist wildbiologischer Unsinn“. Mehr lesen