Aus medizinischer Sicht fordert Prof. Dr. Markus Masin eine klare Indikationsstellung für jede Mikronährstoff-Supplementierung. Laborwerte bilden die Grundlage, wobei der Entzündungsstatus durch CRP-Messung einbezogen werden muss, da Entzündungen die Interpretation von Mikronährstoffspiegeln beeinflussen (z. B. negative Akut-Phase-Reaktion bei Zink, positive bei Ferritin). Bekannte Interaktionen wie zwischen Zink und Kupfer oder Vitamin D und Calcium erfordern besondere Aufmerksamkeit. In der Umsetzung empfiehlt sich eine zeitlich begrenzte Kur über vier bis acht Wochen mit anschließendem Re-Assessment. Der langfristige Erhalt erfolgt idealerweise über eine ausgewogene Kost. Die Dokumentation umfasst Dosierung, Dauer und klinischen Verlauf. Diese Vorgehensweise verhindert Fehltherapien und verkürzt die Heilungsdauer durch zielgenaue Versorgung.