Extremsport beginnt dort, wo normaler Sport aufhört – und 24-Stunden-Rennen zu Fuß definieren diese Grenze neu. Der Polizeichef Christian Ambühl kennt körperliche und mentale Belastungen aus verschiedenen Kontexten: als Mitglied der Schweizer Biathlon-Nationalmannschaft, als Ironman-Finisher, als Angehöriger von Spezialeinheiten und aus jahrzehntelanger Führungsverantwortung. Doch ein 24-Stunden-Rennen ist eine eigene Kategorie. Während beim Ironman nach 8-12 Stunden das Ziel erreicht ist, bedeuten 24 Stunden: Eine ganze Nacht durchlaufen, den Sonnenaufgang erleben, weiterlaufen, wenn jede Faser des Körpers rebelliert. Es geht nicht mehr um Geschwindigkeit oder Technik, sondern um die pure Fähigkeit, weiterzumachen. Heute, mit über 50 Jahren und den Anforderungen als Geschäftsführer der Polizei RONN, nimmt er noch immer „verrückte Wettkämpfe in Angriff“ und gesteht: meist zum Leiden. Diese Ehrlichkeit über die Realität des Älterwerdens im Sport und die Verschiebung von Zielen ist selten – und lehrreich für alle, die sich mit Leistung, Grenzen und persönlicher Weiterentwicklung auseinandersetzen.